Emilie Lieberherr (* 14. Oktober 1924 in Erstfeld, † 3. Januar 2011 in Zürich) war eine Schweizer Politikerin.
Die ehemalige Zürcher Stadträtin verstarb gestern in ihrer Altersresidenz. Das kämpferische SP-Mitglied war die erste Frau in der Stadtregierung – und wurde später aus der Partei ausgeschlossen.
Die langjährige Sozialvorsteherin Zürichs und Kämpferin für Frauenrechte ist gestern Montag in Zürich gestorben. Das vermeldet heute Tele Top. Lieberherr war die erste Frau, die 1970 in die Zürcher Regierung einzog. In einer Mitteilung zum Tod der 86-Jährigen schreibt die Stadtregierung, Zürich verliere mit Lieberherr «eine grosse Zürcherin und eine charismatische und verdiente Persönlichkeit.»
Lieberherr kämpfte leidenschaftlich für ihre Anliegen und liess sich nie in ein Korsett zwingen. Sogar dem Bundesrat habe sie die Leviten gelesen, wie sie kurz vor dem 80. Geburtstag dem Tages-Anzeiger sagte (siehe Link links). Als Mitglied der SP wurde sie 1990 denn auch aus der Partei ausgeschlossen, da ihre «Parteisolidarität in Sach- und Personalfragen mangelhaft» sei, wie es damals hiess. 1994 trat sie nach 24 Amtsjahren als Vorsteherin des Sozialamtes aus dem Stadtrat zurück und wurde durch Monika Stocker ersetzt.
Zu den Pionierleistungen von Lieberherr gehörten laut Stadtregierung unter anderem die Alimentenbevorschussung, der intensivierte Bau von städtischen Altersheimen, die Stiftung Wohnfürsorge für Betagte, die Einrichtung zahlreicher Jugend-Treffpunkte in den einzelnen Quartieren sowie Einsatzprogramme für arbeitslose Jugendliche.
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