Lust & Frust (Woche 03/10)
Lust: Ich freue mich sehr über meine bevorstehenden Ferien. Die erste grössere Reise seit 3 Jahren…
Frust: Die Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Wie kann es auf dieser Welt bloss so viel Leid und Ungerechtigkeit geben?
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Lust: Ich freue mich sehr über meine bevorstehenden Ferien. Die erste grössere Reise seit 3 Jahren…
Frust: Die Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Wie kann es auf dieser Welt bloss so viel Leid und Ungerechtigkeit geben?
Lust: Die Beerdigung eines guten Freundes war traurig, aber dennoch sehr würdevoll und dank den musikalischen Untermalungen unvergesslich. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
Frust: Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich durch Rapperswil fahren muss, obschon ich Rappi an und für sich sehr schön finde, zumindest die Altstadt. Der Ärger beginnt aber schon damit, dass der Ort nicht zu Zürich sondern zum Kanton St. Gallen gehört. Der wunderschöne See heisst ja auch Zürich- und nicht St. Gallersee. Also, liebe St. Galler: Gebt uns endlich Rapperswil zurück!!!
Der grösste Ärger ist aber der Verkehr durch Rappi. Da braucht es DRINGEND eine Lösung und zwar schnell und unbürokratisch.
Lust: Es war/ist für mich, im Nachhinein, eine schöne, wenn auch allerletzte Woche, die ich noch zusammen mit einem Freund verbringen durfte, bevor dieser am Ende der Woche friedlich und für immer eingeschlafen ist.
Frust: Das alte Jahr hat traurig aufgehört und leider ebenso traurig begonnen. Am 28. Dezember ist eine sehr liebe Bekannte noch viel zu jung, mit erst 57 Jahren, verstorben. Kurze Zeit später, am 9. Januar 2010 verstarb ein langjähriger, sehr enger Freund. Beide hinterlassen eine riesengrosse Lücke.
Lust: Die Silvesterfeier in Zürich.
Friedlicher Jahresausklang bei gutem Wetter inkl. Vollmond (!), angenehmer Temperatur und einem herrlichen Feuerwerk. Was will man mehr. Das neue Jahr kann beginnen.
Mit dem alkoholisierten Gejole hunderter Secondos
wird man wohl an solchen Veranstaltungen künftig leben müssen. Bezeichnend war, dass unmittlerbar neben mir 6 junge Mädchen aus Deutschland standen, welche herzlich, fröhlich und vor allem gesittet dem Jahreswechsel entgegenfieberten…
Frust: Die Neujahrsansprache von Bundespräsidentin Doris Leuthard.
Dunkle Haare, schwarze Kleider und ebensolche Fingernägel. Sie sah beinahe aus wie eine Gestalt aus «Lord of the Rings». Keine Ahnung, ob das ihre Idee war oder diejenige eines genialen Typenberaters!? Tut man so Optimismus verbreiten, in dem man in solch dunkler Erscheinung eine ziemlich langweilige Beerdingungsrede herunter betet ohne auch kaum einmal ein wenig zu Lächeln? Jedes Wort zum Sonntag hat mehr Pep und Charme… Schade, aber so bekommt das Image dieser ehemaligen Scheidungsanwältin aus dem Aargau nie etwas Auftrieb. Das ist ähnlich wie bei der 10vor10-Moderatorin Wille. Wenn ich die sehe, habe ich jedesmal das Gefühl, sie frage demnächst, ob ich Kaffee oder Tee wolle (sie war zuvor Flight Attendant)…
A propos Typenberater: Man stellt NIEMALS Blumen VOR ein Gemälde!
Lust: Das wunderbare Weihnachtsfest mit all meinen Liebsten sowie die Reise an den Weihnachtsmarkt in Colmar.
Politisch freut es mich, dass der Widerstand gegen die Regierung im Iran anhält, auch wenn man nicht mehr all zu viel davon hört, weil die Menschen und Journalisten, die davon berichten, systematisch verfolgt und verhaftet werden. Es wäre schön, die Opposition würde siegen…
Frust: Dass der Dissident Liu Xiaobo in China zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. Ich wäre dafür, dass, wenn dieses Land weiterhin in solch einem Ausmass mit Mensch und Umwelt umgeht, wir alles, was aus China kommt, boykottieren. Von der Frühlingsrolle bis zum T-Shirt.
Lust: Dass man aus islamischen (zumindest aus den gemässigten) Kreisen immer mehr hört, man, anstatt immer noch mehr Wasser auf die Mühlen zu giessen, besser endlich mal damit beginnt, das arg angeschlagene schlechte Image dieser Religion zu korrigieren.
Frust: Die geplante neue Initiative der SVP gegen sämtliche Beschränkungen im Initiativrecht. Gaht’s no??? Dann können wir ja gleich wieder die Todesstrafe einführen! Oder die Inquisition!
Wie wäre es mit einer Initiative, welche diese Partei verbietet? Im Gegensatz zu dem, was die immer predigen, nämlich unser Land zu schützen und zu verteidigen, bringen sie bloss ständig unseren Landesfrieden in Gefahr. Bringen laufend Unruhe und Ärger.
Als erste Priorität für eine neue Initiative hätte für mich allerdings schon lange eine Abstimmungspflicht für alle Bürger dieses Landes. Oder zumindest eine massive Steuererhöhung für diejenigen, die nicht an Abstimmungen teilnehmen. Ich bin sicher, da würde die SVP recht schnell alt aussehen…
Lust: Das Nachtessen am Mittwoch bei meinem Bruder bei ihm zuhause. Er hat selber eine wunderbare Pizza gemacht, mmhhh!
Frust: Wieder einmal mehr Muammar al-Gaddafi. Er ist der Teufel in Person. Ich kann es nicht anders ausdrückem. Wer es nicht glaubt, der schaue sich das Foto in folgendem Bericht an: Hier klicken! Das nackte Grauen durchfährt meinen Körper, wenn ich diese Augen sehe. Von dem, wie er sich neulich wieder über die Schweiz geäussert hat einmal ganz abgesehen.
Lust: Ein Besuch der Ausstellung «Körperwelten». Höchst beeindruckend und interessant!
Frust: Diverse Abstimmungsresultate, insbesondere die Annahme der Anti-Minarett-Initiative.
Lust: Der Abend beim «Tischlein-deck-dich» in der Waldmannsburg mit Familie und lieben Freunden. Was da jedesmal für einen sensationellen Preis geboten wird, ist der Hammer! Ich kann das allen Lesern nur wärmstens empfehlen. Jeden Mittwoch und Donnerstag im November. Unbedingt frühzeitig reservieren!
Gefreut haben mich diese Woche auch die 2 Ausflüge nach Lachen und Lugano zu Freunden von Artur Beul. Solch spannende Menschen lernt man selten kennen.
Frust: Das meine Nachbarin die Weihnachtsdeko wieder einmal eine Woche vor mir montiert hat!
Lust: Dass ich die nächsten 2 Wochen Ferien habe und die Eröffnung der A4 im Knonaueramt. Ich selber habe 10 Jahre dort gelebt und wäre zu dieser Zeit über eine Autobahn sehr froh gewesen.
Frust: Dass der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür nun gerichtlich gegen Google wegen dessen Street View vorgehen will. Man würde das Geld, dass dies wieder verschlingen wird, doch besser allen hungerleidenden Menschen dieser Welt spenden. Es wird wohl noch so weit kommen, dass wir alle als Personen noch zensuriert werden und mit einem schwarzen Balken vor dem Gesicht auf die Strasse müssen, damit man uns nicht erkennen kann… Mich nerven solche Institutionen, ich kann gar nicht sagen wie. Dazu gehört übrigens auch der VCS. Doch dazu später mehr.