Kabarettist César Keiser ist tot

César „Cés“ Keiser (* 4. April 1925 in Basel; † 25. Februar 2007 in Zürich; eigentlich Hanspeter Keiser), Bürger von Basel und Zug, war ein Schweizer Kabarettist.

Schweizer Kult-Kabarettist stirbt 81-jährig.

«Cés» Keiser, der «Grand Old Man» des politischen Kabaretts der Schweiz, ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 81 Jahren an einem Herzversagen, wie sein Sohn Lorenz Keiser mitteilte.

«Cés» Keiser, mit bürgerlichem Vornamen Hanspeter, wurde am 4. April 1925 in Basel geboren. Er machte vorerst eine Ausbildung zum Fachlehrer in Zeichnen, Schreiben und Handarbeiten. 1947 gründete er mit Kollegen das Studentencabaret «Kikeriki». Ein paar Jahre später wechselte er als Autor ans Cabaret «Fédéral». In dieser Formation wurde er in den 50-er Jahren berühmt.

Cabaret «Fédéral»

Am Berufscabaret «Fédéral» lernt César Keiser die Tänzerin und Schauspielerin Margrit Läubli (geboren 1928 in Zürich) kennen, die er später heiratet und mit der er zwei Söhne hat.

Anfang der 60-er Jahre startete er mit Margrit Läubli die legendären Opus-Programme. Berühmt wurden auch die «Limericks», witzige Mini-Gedichte in einem ganz speziellen Versmass und mit überraschenden Pointen.

Bis zuletzt stand Cés Keiser zusammen mit seiner Bühnen- und Lebenspartnerin Margrit Läubli auf der Bühne. Die beiden gaben Kostproben aus ihrem «Grossen César Keiser Cabarett Buch» zum besten, welches einen Überblick gibt über ihr Leben für die Bühne, für das politische Kabarett. Es wurden eigentliche Abschieds-Veranstaltungen.

«Kuenz us Bünze»

Zusammen mit seiner Frau Margrit Läubli brachte er in den vergangenen 45 Jahren rund 20 Programme auf die Bühne und veröffentlichte rund 30 Tonträger und mehrere Bücher. Die wohl bekannteste Nummer Keisers war das Telefonat mit der Auskunft «Hallo! Do isch Kuenz in Bünze» aus dem Jahr 1962.

Lebenswerk ausgezeichnet

Keiser erhielt mehrmals Auszeichnungen der Literaturkommissionen der Stadt und des Kantons Zürich. 1990 erhielten Läubli und Keiser den grossen «Cornichon-Preis» der Oltner Cabaret-Tage, 1999 den «Salzburger Ehrenstier» in Leipzig und 2004 den «Ehren-Prix Walo» der Show-Szene Schweiz für ihr Lebenswerk.

Laut seinem Sohn war César Keiser bis zum Schluss aktiv.

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