Luciano Pavarotti (* 12. Oktober 1935 in Modena; † 6. September 2007 ebenda) war ein italienischer Tenor und gilt über die Grenzen der Oper und Klassik hinaus als einer der bedeutendsten Tenöre seiner Zeit. Als Mitglied der »Drei Tenöre« und als Duettpartner vieler Pop-Künstler wurde Pavarotti zu einem medialen Superstar. Seinen Ruhm nutzte er auch mit Benefizkonzerten für Flüchtlinge, das Rote Kreuz und zur Rettung des Regenwaldes.
Der italienische Star-Tenor Luciano Pavarotti ist am Donnerstagmorgen im Alter von 71 Jahren gestorben, wie seine Managerin Terri Robson mitteilte. Zur genauen Todesursache machte sie keine Angaben. Der Sänger musste im Juli 2006 seine Abschiedstournee absagen, weil er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war. …
(sda/apa/reuters/ansa) Der Gesundheitszustand von Pavarotti hatte sich zuletzt drastisch verschlechtert. In Medienberichten war von einem Nierenversagen die Rede. Im August war Pavarotti auf der Krebsstation eines Spitals behandelt worden.
Im Juli 2006 wurde er in New York wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert. Dies zwang ihn, seine Abschiedstournee abzusagen. Er zog sich in seine Villa in Modena zurück und wurde seitdem in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen. Der Italiener galt als einer der besten Tenöre seiner Generation.
Vom Lehrer zum Star
Pavarotti hatte zunächst Pädagogik studiert und arbeitete einige Jahr lang als Primarlehrer. Mitte der Fünfzigerjahre nahm er Gesangsstunden. Dann ging alles sehr schnell.
Ein erstes Opernengagement erhielt er 1961 als Rudolf in «La Bohème». 1962 gab es einen glanzvollen Auftritt in Amsterdam, 1964 sprang er an der Covent Garden Opera in London für den erkrankten Giuseppe di Stefano ein. 1966 erfolgte sein Debüt an der «Scala», zwei Jahr später an der New Yorker «Met» – wieder mit «La Bohème».
Pavarotti sang an allen grossen Bühnen der Welt und arbeitete mit nahezu allen grossen Dirigenten seiner Zeit zusammen. Er blieb auch von Rückschlägen nicht verschont. Als er 1992 mit Verdis «Don Carlos» in der Mailänder Scala Pfiffe erntete, war in den Augen der Kritiker seine ganz grosse Zeit als Operntenor vorbei.
Millionengeschäft
Der geschäftstüchtige Bäckersohn aus Modena hatte da aber längst neue Plattformen gefunden. Mit den «Drei-Tenöre-Konzerten» und den Kollegen Placido Domingo und José Carreras taten sich ganz neue Dimensionen auf.
1990 nutzten die drei Tenöre gar die Fussball-WM in Italien zum weltweit ausgestrahlten Auftritt. Der Live-Mitschnitt wurde zu einem Bestseller, die von Pavarotti gesungene Arie aus Puccinis «Turandot» zur WM-Hymne.
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