Charlton Heston (gebürtig John Charlton Carter; * 4. Oktober 1923 in Evanston, Illinois; † 5. April 2008 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Bürgerrechtler und Waffenlobbyist.
Für seinen Judah in «Ben Hur» hatte er 1959 den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen. Jetzt ist Charlton Heston 84-jährig gestorben.
Der Hollywoodstar wurde auch dadurch bekannt, dass er sich neben seiner Hollywood-Karriere für das Recht jeden Amerikaners auf Waffenbesitz stark machte.
Zu Hestons berühmtesten Werken neben «Ben Hur» zählt das Filmepos «The Ten Commandments» («Die Zehn Gebote») (1957). Hier gab er den Moses. Zu den grossen Figuren, die Heston weiter verkörperte, gehörten Michelangelo, El Cid und mehrere Staatschefs.
Als Shakespeare-Darsteller in Fernsehproduktionen begann 1949 seine Leinwand-Karriere. Den Durchbruch zum Kinostar schaffte er ein Jahr später mit der Hauptrolle in dem Thriller «Dark City» («Stadt im Dunkeln»).
Bevor Hollywood den Hünen mit dem trotzig-kantigen Kinn als Heroendarsteller für Monumentalfilme engagierte, mimte er in «The Greatest Show on Earth» («Die grösste Schau der Welt») einen Zirkusdirektor.
Auch in einer Reihe von Action- und Katastrophenfilmen bewährte sich Heston, zu dessen unvergesslichen Rollen 1967 und 1969 auch die eines Astronauten in dem Science-Fiction- Klassiker «Planet of the Apes» («Planet der Affen») und der Fortsetzung «Beneath the Planet of the Apes» («Rückkehr zum Planet der Affen») gehört.
Click here to find out more!
Heston war am 4. Oktober 1923 als John Charlton Carter geboren worden. Nach der Scheidung seiner Eltern übernahm er den Familiennamen Heston von seinem Stiefvater. Als Charlton Heston drehte er in seiner langen Hollywoodlaufbahn mehr als 100 Kino- und Fernsehfilme, auch als Regisseur und Drehbuchautor. Neben dem Oscar für «Ben Hur» wurde er 1977 mit einem Ehrenoscar für sein humanitäres Engagement ausgezeichnet.
Einsatz für Waffenlobby
Seit den 90er Jahren machte Heston dann vor allem als Fürsprecher von der US-Waffenlobby Schlagzeilen. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender der National Rifle Association (NRA), der vier Millionen Mitglieder starken Organisation der US-Waffenbesitzer.
Sein Einsatz für die Waffenlobby trug ihm bei Linken die harsche Kritik ein, er sei mitverantwortlich für Massaker an Schulen. Auch Filmemacher Michael Moore rückte Heston mit seinem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm «Bowling for Columbine» in diese Ecke.
Ein Jahr bevor er das Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, gab Heston öffentlich bekannt, dass er an Alzheimer leide. Der Hollywoodstar starb nach Angaben seiner Familie gestern in seinem Haus in Beverly Hills.
Ähnliche Artikel:
- Produzent von «Denver Clan» ist tot Aaron Spelling (* 22. April 1923 in Dallas, Texas; †...
- Dennis Hopper ist tot Dennis Lee Hopper (* 17. Mai 1936 in Dodge City,...
- Gerry Rafferty ist tot Gerald „Gerry“ Rafferty (* 16. April 1947 in Paisley, Schottland;...
- Kabarettist César Keiser ist tot César „Cés“ Keiser (* 4. April 1925 in Basel; †...
- «Derrick» ist tot Horst Tappert (* 26. Mai 1923 in Elberfeld, heute: Wuppertal,...





